Definition
Ein Headless CMS ist ein Content-Management-System, das die Inhaltsverwaltung (Backend) von der Darstellung (Frontend) trennt. Inhalte werden über eine API ausgeliefert und können auf Websites, in Apps oder anderen digitalen Kanälen angezeigt werden, unabhängig von der Technologie des Frontends.
Systeme wie Squarespace, Wix, oder WordPress verbinden Backend und Frontend in einem System. Das hat Vorteile bei der Einfachheit, schafft aber Einschränkungen, sobald Inhalte auf mehr als einem Kanal ausgespielt werden sollen oder das Frontend technisch anspruchsvoller wird.
Ein Headless CMS löst diese Kopplung auf. Der Redakteur arbeitet in einer eigenen Oberfläche, die speziell für die Inhaltspflege gebaut ist. Das Entwicklerteam baut das Frontend mit der Technologie, die am besten zum Projekt passt: Astro, Next.js, Webflow oder eine native App. Die Verbindung läuft über eine API, typischerweise REST oder GraphQL.
Für designtakt ist diese Trennung in bestimmten Projekten ein klarer Vorteil. Wenn ein Unternehmen seine Inhalte auf der Website, in einer App und in einem Kundenportal nutzen will, macht ein Headless CMS diese Mehrfachverwendung möglich, ohne Inhalte manuell zu duplizieren.
designtakt arbeitet projektabhängig mit verschiedenen CMS-Ansätzen. Für die meisten KMU-Websites ist Webflow CMS die richtige Wahl, weil es visuelles Arbeiten, Hosting und CMS in einem System vereint. Webflow ist technisch gesehen kein Headless CMS, auch wenn es seit 2024 eine API für den Lesezugriff auf CMS-Daten bietet.
Für Projekte mit komplexeren Content-Anforderungen setzt designtakt auf Sanity. Sanity ist ein vollständig headless aufgebautes CMS mit einem flexiblen Schema-System. Der Redakteur arbeitet in Sanity Studio, einer anpassbaren Oberfläche. Die Inhalte werden per GROQ-Abfrage (Sanitys eigene Abfragesprache) an das Frontend ausgeliefert. Typische Anwendungsfälle sind Websites mit mehreren Sprachen, strukturierten Produktdaten oder Content, der an verschiedenen Stellen wiederverwendet wird.
Was bei designtakt immer wieder auffällt: Viele Unternehmen entscheiden sich für ein Headless CMS, obwohl ihr Anwendungsfall es nicht erfordert. Eine Unternehmenswebsite mit zehn Seiten und einem Blog braucht kein Headless Setup. Die zusätzliche Komplexität (separates Frontend, API-Integration, Hosting) rechnet sich erst, wenn der Content wirklich auf mehreren Kanälen leben muss oder das Redaktionsteam spezifische Workflows braucht, die ein integriertes CMS nicht abbilden kann.
Ein traditionelles CMS wie WordPress verbindet Inhaltsverwaltung und Darstellung in einem System. Der Redakteur arbeitet im selben Tool, das auch die fertige Seite erzeugt. Ein Headless CMS trennt diese beiden Ebenen: Inhalte werden im Backend gepflegt und per API an ein separates Frontend ausgeliefert. Das gibt Entwicklern mehr Freiheit bei der Wahl der Frontend-Technologie, erfordert aber auch mehr technisches Setup.
Das hängt vom Projekt ab. Für die meisten KMU-Websites, bei denen ein Marketing-Team eigenständig Seiten pflegen will, ist Webflow CMS die einfachere und schnellere Lösung. Ein Headless CMS wie Sanity lohnt sich, wenn Inhalte auf mehreren Kanälen ausgespielt werden, wenn komplexe Content-Strukturen abgebildet werden müssen oder wenn das Redaktionsteam spezifische Workflows braucht. Bei designtakt entscheiden wir projektweise, welcher Ansatz den grösseren Nutzen bringt.